Selbstführung und Führung (innere und äußere Führung)

Selbstführung bedeutet sich seines Verhaltens, Denkens und Fühlens täglich bewusst zu sein, darüber zu reflektieren, gezielt die eigenen Ressourcen zu nutzen, unerwünschtes Verhalten und Denken zu verändern und hart an sich zu arbeiten. Persönlichkeitsentwicklung und Selbstführung sind Prozesse, die im Alltag in jeder nur erdenklichen Situation, praktiziert werden können. Sie sind die Voraussetzung für innere und äußere Führung.

Der Motor Selbstführung braucht den absoluten Willen als Benzin, damit Ziele erreicht werden. Sich selbst und andere zu führen, heißt sich selbst und andere zu (er-)kennen, seine Stärken zu stärken und seine Schwächen managen zu wissen. Es ist eine ständige wertebezogene Weiterentwicklung und ein Prozess vom 'Fehlerkultur-Management‘ zum 'Lernaufgaben-Management‘ im Alltag.

Der eigene Selbstführungsprozess befähigt Menschen und Mitarbeiter humanistisch, wirkungsvoll und ergebnisorientiert zu führen, effektiv zu arbeiten und alle Lebensbereiche bewusst zu gestalten. Jeder Mensch kann "Architekt in eigener Sache“ werden. Er muss es nur wollen.

Innere Führung bedeutet der eigenen Intuition und Stimme zu folgen und sich von ihr führen zu lassen. Geführt zu werden und dies zuzulassen fällt vielen Menschen schwer, ebenso wie die verschüttete Intuition wieder zu finden, die jeder Mensch hat. Doch jeder Mensch hat die Begabung (wieder) Vertrauen darin zu finden.
 
Äußere Führung bedeutet „die goldene Mitte der Führung“ zu finden, in dem ein Mensch folgendes in sich vereint: Verantwortung, Disziplin, Fairness, Konsequenz, Vorbildfunktion, Flexibilität, Souveränität, Mut, Integrität, Präsenz, Loyalität, Humanismus, Aufrichtigkeit, Freundschaftlichkeit, Würde, Standfestigkeit, Hochsinn, Großherzigkeit, Urteilsvermögen, Demut, Humor, Selbstreflexion und Delegation. Dann kann er sich selbst und andere führen.